Klinische Studien

Klinische Validierung von NightWatch

Der NightWatch nutzt eine einzigartige Kombination aus Herzfrequenz- und Bewegungsmonitoring, bei der das Gerät bestimmte Bewegungsmuster und Veränderungen der Herzfrequenz mit hoher Genauigkeit erkennt. Ein intelligenter Algorithmus analysiert, ob diese Signale auf einen epileptischen Anfall schließen lassen, bei dem möglicherweise eine medizinische Intervention erforderlich ist.

Eine umfangreiche Studie an den niederländischen Epilepsieinstituten SEIN und Kempenhaeghe, bei der eine große Gruppe von Patienten tausende von Nächten in den Instituten übernachtete, zeigte, dass der NightWatch ganze 96 % der gefährlichsten Anfälle erkennt und die Betreuer rechtzeitig alarmiert. Dies ist wesentlich besser als alternative Produkte, die zurzeit für diesen Zweck auf dem Markt sind. Diese Studie wurde in der Zeitschrift Neurology veröffentlicht. ​​​​

NightWatch wird auch noch weiter untersucht. Gegenwärtig läuft eine umfangreiche Studie zu den Auswirkungen von NightWatch auf die Lebensqualität der Familien, bei denen ein betroffener Epileptiker lebt. Die ersten vielversprechenden Ergebnisse wurden in Lausanne auf dem Second International Congress on Mobile Health Devices and Seizure Detection in Epilepsy am 6. und 7. September 2019 vorgestellt.  Darüber hinaus werden derzeit in verschiedenen europäischen Kliniken Feldstudien mit dem NightWatch durchgeführt.

Die Wirksamkeit und Nützlichkeit der Erkennung von epileptischen Anfällen

Weltweit laufen zahlreiche Untersuchungen hinsichtlich zuverlässiger Methoden und neuer Techniken zur Früherkennung gefährlicher epileptischer Anfälle, denn die Betreuung von Epilepsiepatienten bleibt ein wichtiges Anliegen. Die Hauptmotivation ist die Angst, dass eine Person nachts unbemerkt einen schweren epileptischen Anfall erleidet und unerwartet stirbt (SUDEP).

 

Jüngste wissenschaftliche Veröffentlichungen bestätigen, dass SUDEP (Sudden Unexpected Death in Epilepsy) ein sehr reales Risiko für Menschen mit schwerer Epilepsie darstellt. Es wurde beispielsweise festgestellt, dass das durchschnittliche SUDEP-Risiko für jemanden mit ständigen epileptischen Anfällen bei 3,5 je 1.000 Jahren liegt. Zum Vergleich: Das ist 100-mal höher als das durchschnittliche Risiko, in den Niederlanden infolge eines Verkehrsunfalls zu sterben.

 

Es wird auch bestätigt, dass die nächtliche Überwachung zur Verringerung von SUDEP beiträgt. Marije van der Lende et al. zeigen, dass Einrichtungen mit angemessener Überwachung 3x weniger SUDEP-Fälle aufweisen als Einrichtungen ohne Überwachung. Olafur Sveinsson et al. zeigen, dass allein lebende Patienten sogar 5-mal häufiger an SUDEP sterben.

Eine einzigartige Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Praxis und Industrie

Das Tele-Epilepsie-Konsortium ist eine einzigartige niederländische Zusammenarbeit der niederländischen Epilepsie-Kliniken, des niederländischen Epilepsiefonds und der Technischen Universität Eindhoven. Dieses Konsortium aus Wissenschaft, Praxis und Industrie bringt alle notwendigen Disziplinen zusammen, um effektive Lösungen für eine der größten Herausforderungen bei der Betreuung von Epilepsiepatienten zu realisieren:

Wie können wir Menschen mit schwerer Epilepsie einen sicheren Schlaf gewährleisten, ohne die Betreuer zu sehr zu belasten und das mit einem minimalen Verlust an Privatsphäre und Lebensqualität für den Betroffenen?

Der NightWatch ist eines der wichtigen Ergebnisse dieser Zusammenarbeit, und die Firma LivAssured BV wurde als Spin-off gegründet, um den NightWatch auf den Markt zu bringen. Die am Konsortium beteiligten Neurologen und Wissenschaftler arbeiten kontinuierlich daran, die Behandlung und Sicherheit von Epilepsiepatienten zu verbessern. Die wissenschaftlichen Ergebnisse und praktischen Erfahrungen bei der Behandlung und Betreuung werden genutzt, um NightWatch weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Sonstige relevante Publikationen

Nijsen TM, Arends JB, Griep PA, Cluitmans PJ. 

The potential value of three-dimensional accelerometry for the detection of motor seizures in severe epilepsy. Epilepsy & Behavior 2005

Van Elmpt W, Nijsen T, Griep P, et al. 

A model of heart rate changes to detect seizures in severe epilepsy. Seizure 2006

Mass´e F, Penders J, Serteyn A, Van Bussel MJ, Arends JB.

A Miniaturized Wireless ECG-Monitor for Real-Time Detection of Epileptic Seizures. New York: Wireless Health 2010

Lamberts RJ, Thijs RD, Laffan A, Langan Y, Sander JW.

Sudden unexpected death in epilepsy: people with nocturnal seizures may be at the highest risk. Epilepsia 2012

Van Andel J, Leijten F, van Delden H, van Thiel G.

What makes a good home-based nocturnal seizure detector? A value-sensitive design. PLoS One 2015

Arends JB, van Dorp J, van Hoek D, et al.

Diagnostic accuracy of audio-based seizure detection in people with epilepsy with severe epilepsy and intellectual disability. Epilepsy & Behavior 2016

Van Andel J, Thijs RD, De Weerd A, Arends J, Leijten F.

Non-EEG based ambulatory seizure detection designed for home use: what is available and how will it influence epilepsy care? Epilepsy & Behavior 2016

Van der Lende M, Cox F, Visser G, Sander JW, Thijs RD. 

Value of video monitoring for nocturnal seizure detection in a residential setting. Epilepsia 2016

Van Andel JM, Ungureanu C, Arends JB, et al. 

Multimodal, automated detection of nocturnal motor seizures at home: is a reliable seizure detector feasible. Epilepsia Open 2017

Geertsema E, Gutter T, Vledder B, et al. 

Automated video-based detection of convulsive seizures in a residential care setting. Epilepsia 2018

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